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Da gibt es anscheinend einen starken Technikglauben, denn ob das Projekt Diamant wirklich so problemlos zu realisieren ist, das bezweifel ich doch stark. Ein Problem ist mal wieder das Vergessen des Datenschutzes. Da wird von der Presse wie immer nicht hinterfragt, sondern nur schlicht jubelnd der PR-Text abgetippt.

Die Sache klingt ganz einfach: Alle Autos werden untereinander und mit der Verkehrsleitzentrale vernetzt. Die Leitzentrale wiederum ist verbunden mit Sende- und Empfangsstationen entlang der Autobahn. Die Daten, die sie von dort erhält, gibt die Leitzentrale sofort an die betroffenen Autofahrer weiter.

Also spricht jeder mit jedem und alle kennen die Position von allen anderen. Der Albtraum der Privatsphäre, wenn es nicht von Grund auf richtig geplant wird.

Ein weiteres Problem ist der Verkehr ausländischer oder alter Fahrzeuge. Die werden dann datenmäßig ignoriert oder nicht mal wargenommen. Gleichzeitig wiegen sich alle in immer mehr Sicherheit und ignorieren ihren Verstand. Die berühmten letzten Worte des Nutzers:

Wo kein Geisterfahrer gemeldet ist, kann mir diese Licht auch nicht entgegenkommen.

Schade drum.

Manchmal wird ja auch mit PCs auf Spatzen geschossen. Da sind die Feuerwehren anscheinend zunehmend überfordert, wenn es um das Bergen von Leuten aus zertrümmerten PKWs geht. Jeder ist anders aufgebaut, die Batterie ist versteckt und die Airbags sind auch eine Gefahr.

Ansatz 1 ist nun der typisch deutsche Weg: Hightech, Satelliten, Funk, Navigation und Laptops. Tolle Idee mit Handschuhen und bei Regen.

Ansatz 2 ist ein Waschzettel mit den Angaben an der Sonnenblende.

Bei aller Nerd-igkeit plädiere ich für den billigen und simplen Weg eines Zettels. Man muß ja nicht immer dem Technikwahn erliegen.

Schön so.

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