Artikel-Schlagworte: „Phishing“

Gerade bekam ich auch mal eine von den netten eMails, wenn auch an eine selten genutze eMail Adresse:

Guten Tag,

Am 30.07.2014 wurde von Ihrem PC mit der IP-Addresse 57.188.x.x um 01:52:10 der Film “Machete Kills” gedownloadet. Nach §19a UrhG ist dies ein krimineller Verstoß. Unsere Anwaltskanzlei muss dies ans zuständige Strafgericht eskalieren, außer Sie Zahlen ein außergerichtliches Bußgeld in Höhe von 286.81 Euro an uns.
Die Rechnung “9262.cab” entnehmen Sie dem Anhang.

Hochachtungsvoll,
A. R.
+49 6271 …

Toll, ein .cab Anhang. Nachdem nun endlich keiner mehr auf eine .exe klicken würde, denken sich die Phisher-Chöre einen neuen anhang aus und ich darf das nun wieder allen bekannten, Verwandten und Nachbarn mühevoll erklären.

Schade drum.

Was es alles gibt: Sollte der legitime Nachfolger von Phishing und Co das von mir als Binning benannte sein?

Warum sonst sollte jemand wildfremdes sich am Mittag über die Altpapiertonne hermachen und nach verwertbaren Papieren suchen? Selbst der Freund und Helfer war schon hellhörig geworden und von mehreren in der Stadt informiert worden. Wir konnten immerhin auch mit einer Autonummer dienen.

Ergo: Man sollte alles schreddern was auch nur den kleinsten Bezug zu einem selbst hinterläßt:

  • Adressaufkleber bei Zeitschriften
  • Kreditkartenabrechnungen
  • Lieferscheine mit Kundennummern
  • Bankauszüge

Schade drum.

Nach einer kurzen zwischenrechnung habe ich mal die Aussage auf golem gegengerechnet:

91 Prozent der Deutschen begrüßen, dass die Bundesregierung mit Internetsperren gegen Kinderpornografie vorgehen will. Lediglich 6 Prozent halten diese Maßnahmen für nicht geeignet, 3 Prozent sind unentschieden. Das geht aus einer repräsentativen Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach hervor.

Da es technisch einfach keinen Sinn macht, müssen also die verbleibenden 9 Prozent die IT-Kernkompetenz besitzen.

Schön übrigens auch die Aussage heute früh im TV:
Banken schaffen es weltweit innerhalb von 4 Stunden eine Phishing Webseite aus dem Netz zu bekommen. Das BKA brauch bei Kinderpornos angeblich Monate. Kann mir das bitte mal jemand erklären? Sollten wir die Exekutive den Banken überlassen? In dem Falle wohl besser.

Schade drum.

Anzeige
Archiv