IT-weblog

All der tägliche Frust und Schweiß der IT-Branche

Schlagwort: patente

Als Käufer von Hardware gegen Patente verstoßen!

Das kann man auch nur im Traumland der Anwälte: In den USA!

Dort werden nun Firmen abgemahnt und müssen Lizenzgebühren für angebliche Patente bezahlen, wenn sie einen Scanner in ihrem Netzwerk benutzen. Wie krank geht es denn noch? Ein immerhin fairer Preis von etwa 1000 Dollar pro Mitarbeiter!

Und dank eines noch krankeren Rechtssystems zahlen die lieber, als sich dem Risiko eines unfähigen oder zumindest überraschend urteilenden Gerichts auszusetzen. Man denke an eine gewisse Hansestadt.

Schade drum.

Zeit, Geld und Energie verschwendet durch Patente

Ja, genau, sag ich doch. Und viele andere auch. Patente machen keinen Sinn mehr, wenn sie wie in den USA so gesammelt, gehortet und wie Waffen verwendet werden.

Es würden Zeit, Geld und Energie verschwendet, die besser in die Entwicklung neuer Technologien investiert werden sollten.

Und das brauchen wir nun mal bitte nicht vom großen Bruder zu übernehmen. Harmonisierung und Globalisierung bedeutet nicht, das man blind das schlechteste von allem zusammenmischt und Fortschritt nennt.

Schön so.

Ab hier pervertiert sich was

Erst lacht man, dann bleibt es einem im Halse stecken: IBM patentiert den Patentprozess!

Die sind ja schon mit Abstand die fleißigsten Patenteinreicher, aber das ist nun unanständig. Kleine Firmen können ohne Anwalt bald keinen klick mehr im Netz entwickeln. Könnte ja jemand schon in seinem Patente-Portfolio haben. Hoffentlich bricht dieses (Patent-)System restlos in sich zusammen, ich helfe auch gerne beim schubsen.

Schade drum.

Softwarepatente – wie du mir so ich dir

Mein Mitleid gegenüber Facebook hält sich in Grenzen, wenn ich diese typische Nachricht lesen muss:

Facebook verletzt angeblich Patente des Preisvergleichsdienstes Priceline. Dabei geht es um anonyme Nutzerkommunikation und die Rechteverwaltung bei der Veröffentlichung von persönlichen Informationen.

Denn nur einen Tag zuvor liest man Facebook selbst als Patentanmelder:

Das Online-Netzwerk Facebook hat das englische Wort „Face“ (Gesicht) in den USA als Marke schützen lassen.

Also haben die mal schön beide Seiten der Medaille kennen gelernt. Letztendlich tauschen beide ihre Patentansprüche aus, die Anwälte verdienen sich wieder mal eine güldene Koksnase und der kleine Surfer, Blogger oder Freewareentwickler bibbert weiter im Rechtsfreien Raum Patentrecht.

Schade drum!

Komplett-Backup patentiert?

Was das Patentrecht gerade in der Presse so hergibt ist nicht sehr rühmlich. Jeder simple Vorgang ist von unbekannten Wegelagerern patentiert worden, die nur abwarten bis die Großen etwas ähnliches einsetzen. Und wenn der Happen unwiederstehlich lecker groß ist, dann schnappt die Patent-Falle zu und es wird auf viele Millionen geklagt. Eine Belohnung fürs nichts-tun.

Wieder ein Grund mehr, das Patentrecht grundlegend zu reformieren und nicht jeden Patenthype aus USA in der EU oder Deutschland zu importieren. Patente auf Software, Geschäftsmodelle oder Natur braucht kein Mensch. Sowas macht einen immer mehr zum Pirat.

Schade drum.

Null Schöpfungshöhe – kein Patent

Was Amazon sich da ggf. patentieren lassen will, ist das Papier nicht wert. Werbung soll kontextsensitiv neben Text eingeblendet werden. Das haben wir im Web seit Jahrzehnten. Und das nun übertragen auf ein eBook ist nur eine simple Transformation, keine Weiterentwicklung. Sowas gehört sicher nicht in einen Patentantrag.

Schade drum.

Wird die Schublade patentierbar?

So richtig neu ist diese Idee ja nun auch nicht:

Handy-Display lässt sich nach hinten verschieben

Viele Handys haben doch schon so ein Display zum Aufschieben, ob da nun eine Zahlentastatur oder ein Keyboard mit Buchstaben kommt, ist doch Banane. Aber da ja der Wert von Firmen in der Einheit Patente-pro-Jahr gezählt wird, freuen sich die Investoren sicher über ein Luftpatent mehr im Portfolio.

Schade drum.

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