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Verkehrte Welt: da gibt es einen Tag an dem der Strom einen negativen Preis hatte? Wie krank ist das denn bitte?
In den Morgenstunden zwischen 6 und 8 Uhr lag der Strompreis am Spotmarkt sogar bei minus 20 Cent je Kilowattstunde.
Wetten dass ich bei der nächsten Abrechnung nichts von so Effekten merken werde? Da kommt doch eher eine Erhöhung, gerade wegen dieser Kosten der armen Kraftwerksbetreiber. Da kann ich diesen Kommentar verstehen:
… warnte die Deutsche Umwelthilfe bereits, man habe das Wetterleuchten eines Systemkonflikts erlebt, der sehr bald alltäglich wird, wenn nicht parallel zum Ausbau der erneuerbaren Energien nacheinander Atomkraftwerke und später Kohlekraftwerke vom Netz genommen werden.
Denn gerade Windkraft bringt auch mal gerne spontan eine Menge an Energie rein, die muß natürlich auch irgendwo zwischengelagert werden können. Speicherkraftwerke gehören da mal endlich ausgebaut und nicht wieder ein neues Kohlekraftwerk geplant. Letztens wurde es zwar doch gestoppt, aber nicht durch Vernunft, sondern wegen abspringender Investoren.
Schade drum.
Ab heute rauscht es in der Stromleitung. Pünktlich zum Jahreswechsel wurde hier alles zu einhundert Prozent auf Ökostrom aus Wasserkraft umgestellt. Trotzdem lautet Sparen noch die beste Alternative.
Ob der Strom nun auch wirklich noch feucht im Elektron hier ankommt sieht man natürlich nicht. Aber ein wenig Vertrauen in der Betreiber muß man halt doch setzen. Und ob die sich nun untereinander nur Zertifikate hin- und herschieben und letzendlich hier doch Atomstrom ankommt, egal. Über alles zusammengerechnet wird es sich schon lohnen, besonders wenn mehr Leute bei sowas mitmachen.
Nicht zuletzt war der Wechsel in erster Linie vom Geld her bedingt. Wieso kann eigentlich Ökostrom billiger sein, als der lokale Energieversorger im klassischen, schmutzigen Modus? Ist hat Wirtschaft, muß mannicht verstehen als Techniker. Trotzdem:
Schön so.
