Artikel-Schlagworte: „Datenschutz“
Das Leben kann ja so einfach sein, wenn man nur schwarz-weiß sehen kann.
… Verkauf anonymer SIM-Karten “missbräuchliches Verhalten, von belästigenden Telefonanrufen bis hin zur Vorbereitung terroristischer Handlungen, gefördert …
So die Lesart, wenn jemand nicht gleich alle möglichen Daten seiner Nutzer erfassen will. Das Recht auf Anonymität sollte ein Grundrecht werden. Aber bei der Einstellung wird es eher in die andere Richtung ausufern.
Übrigens: Telefonzellen – die Älteren unter uns werden sich erinnern – waren irgendwie auch anonym, zumindest wenn man kurz genug telefonierte und die Zelle nur jeweils einmal nutzte und da ist die Welt auch nicht von untergegangen.
Schade drum.
Irgendwie hat die Webgemeinde den letzten Spruch der CDU/CSU übel genommen. Der Screenshot von Wahlgetwitter jedenfalls spricht Bände.
Fast schon schade, daß es bei der kommenden Wahl nicht ganz so deutlich ausgehen wird. Aber ich sollte schon mal den Antrag fürs Parteibuch ausdrucken gehen.
Schön so!
Anscheinend sind ja umfassende Überprüfungen der Mitarbeiter inzwischen üblich und teilweise sogar Vorschrift, jedenfalls regt sich bald keiner mehr auf darüber. Wer was auf sich hält, steht unter Generalverdacht und ist damit zufrieden. Seltsame Einstellung.
Aber was sollte der letzte Patzer der Telekom eigentlich bewirken?
Bankverbindungen der Lieferanten seien zu Testzwecken mit den Lohn- und Gehaltskonten der Belegschaft verglichen worden
Was soll denn dabei herauskommen? Die privaten Konten der Mitarbeiter und die Firmenkonten der Lieferanten haben so ziemlich nie eine Übereinstimmung. Und wenn ich schon aktiv meine Firma übervorteilen möchte, dann habe ich doch gefälligst zwei Konten bei zwei Banken. So dämlich kann doch niemand sein.
Oder wurden in der Realität etwa doch nicht nur die Konten-Daten, sondern die Konten-Bewegungen überprüft? Dann hätte man Geldtransfers von Lieferanten zu Mitarbeitern durchaus finden können. Aber wie kommt die Telekom an Kontoauszüge? Das wäre dann wirklich eine Datenschutzlücke. Langt schon wenn der Staat die Daten alle einsehen kann.
Schade drum.
Das wäre wohl im Vorfeld nötig gewesen, denn nun ist der Fall eingetreten:
Listen mit Tausenden E-Mail-Adressen abrufbar
Schlimmer gehts nimmer. Aber das hat wie immer auch sein gutes: Endlich sind die Bundesbürger mal pro Datenschutz und nehmen das Thema nicht immer so negativ auf. Datenschutz beim Porno-Versender ist noch immer ein gern gesehenes Feature.
Schön so.
Ich könnte schon manchmal den Glauben an den gesunden Menschenverstand verlieren. Und das Thema Datenschutz ist ja wohl nur noch im Museum zu finden, aber nicht in den Köpfen der meisten Menschen. Wer ist denn bitte so bescheuert und gibt seine Krankengeschichte komplett bei google ein? Auch wenn die alles erfüllen und versprechen was so Pflicht ist, was ist mit der Zukunft oder mit Lücken im System? Irgendwann kommt alles an Daten raus und mein Versicherer kündigt mir, wegen latentem Schnupfenrisiko. Also ich geb da doch nix ein.
Schade drum.

