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All der tägliche Frust und Schweiß der IT-Branche

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Gestörte Entstörung stört

Den Gewinner bei der Geschichte Bagger kontra Erdkabel muss ich nicht wirklich nennen. Den Verlierer auch nicht, nämlich mich, den DSL (ex-)Nutzer.

Pünktlich um 08:04 am Freitag (vor 4 Tagen nun) endet die große bunte Welt des Internet, die Möglichkeit zu Hause seinem Job nach zu gehen oder gar zu telefonieren. Aber wir sind ja nicht alleine, es betrifft die halbe Straße, das Kabel war mal mächtig gefüllt mit Adern.

Leider zickt dann die Störungshotline des Providers (den kann man sich denken, wenn man 1 und 1 zusammenzählt). Gefühlt wichtig ist anscheinend die Farbe des Kabels mit dem der AVM Router an der Wanddose steckt. Selbst ein am letzten Abend frisch erworbenes Ersatzgerät (nur um das Kabel zu ergattern) zählt da nicht! Man muss auf die postalische Zustellung des Kabels warten und erst damit wird dann (erneut erfolglos) das Kabel durchgemessen werden. Was ist man auch so ehrlich und erzählt beim ersten von stundenlangen Telefonaten was vom alten Splitter der noch dazwischen geschaltet war.

Könnte man nicht gleich auf die Störung reagieren und die lokalen Techniker mal am Kabel im Verteiler rütteln lassen? Die armen T-Techniker dürfen nur für jedes Adernpaar extra neu ausrücken und fahren immer in die gleiche Straße.

Was lernen wir daraus?:

  1. Lügen was das Zeug hält und den normalen Standfall darstellen, egal wie die eigene Struktur aussieht.
  2. Die Farbe der Kabel ist wichtig, egal was man denkt.
  3. Baldmöglichst kündigen und zurück zum trägen Ex-Monopolisten, der auch nichts besser konnte, dafür aber ein zentraler Anmotzpartner wird

Internet noch vor 2015? Wird knapp.

Schade drum.

Grenzdebile Nutzer

Einen Artikel im Netz bei einem großen Anbieter schreiben wollen. Eine Verlinkung haben wollen. Ein Gratis übers-Wochenende Geschenk haben wollen. Nicht namentlich genannt werden wollen. Kein Profilfoto von sich haben wollen. Aber ein Impressum haben mit voller Anschrift und natürlich mit Bild.

Wie behämmert muss man denn da sein?

Ist das die Geiz-ist-Geil Generation 2.0? Denken-ist-doohv?

Schade drum.

Eine Million Dollar für zwei Buchstaben?

Den neuen Markt muss man nicht kapieren. Kann man auch nicht. Wie sonst sollte es eine Firma mit gut einer Million Startkapital geben, deren App nur exakt zwei Buchstaben versenden kann und diese sind auch noch fix einprogrammiert?

Manchmal zweifelt man doch etwas am Verstand der Menschheit. Yo!

Schade drum.

Worst? Firefox?? EVER??? – Wurst!

Wie kann man sich nur über das Design vom Firefox aufregen? Wann sieht man da schon hin?

Wesentlich sind die Inhalte der Webseiten und da hat sich nichts geändert. Wer nur die Dialoge seines Browsers bewundert, hat das Internet wohl noch gar nicht geöffnet. Wie kann man nur so nörgelich sein?

Schade drum.

Parse error: parse error, unexpected $

Wer den Fehler hat und sich keiner Schuld bewusst ist, steht ggf. das Ende von einem Here-Doc in der letzten Zeile ohne folgenden Umbruch? Dann einfach eine Leerzeile danach setzen und der Fehler ist weg.

Softwarebranche kämpft mit Nachwuchssorgen

Selber schuld!

Ist das nicht auch die Branche in der die Großen stolz vorrechnen, daß sie dieses Jahr leider keinen einzigen Azubi übernehmen können? Warum nicht mal im Vorstand mit Verstand abbauen und die gut ausgebildeten Menschen behalten?

Schade drum.

Experten Dünnpfiff

So wie der Sätze „Die Welt braucht nur fünf Computer“ oder „256kB Speicher sind auf ewig genug„, so klingt die Aussage Papier-Drucker sterben in 4 Jahren aus.

Absoluter Bullshit.

Man mag ggf. nicht jedes Buch oder jede Hausarbeit ausdrucken wollen, nur um sie zu lesen. Aber mal einen Zettel mit einer Wegbeschreibung für die Hosentasche ist mitten im Wald im Funkloch ohne Akkuleistung sicher bleibend von Vorteil. Kein Tablet der Welt kann alle Funktionen vom Totholz ersetzen. Einfach keine Konkurrenz.

Und das hier sagt jemand, der Bücher nur noch elektronisch liest und Couchsurfing parallel zum TV betreibt. Aber auch jemand, der einfach mal ein Blatt ausdruckt und – nun kommt es ganz hart – sogar noch ein FAX hat und bedienen kann.

Schön so.

Tipp 42 an mich selber

Wenn ich das nächste mal einen AdServer aufsetze und verdammt nochmal einfach nicht sinnvoll in das Admin-Backend komme, dann bitte den AdBlocker im Browser für den eigenen AdServer einfach mal ausschalten.

Schade drum.

Geplante Obsoleszenz vom iPad

Da hat man seinen iPad der ersten Generation lieb gewonnen und mit Apps gefüttert und dann das: Immer mehr Anwendungen brauchen mindestens iOS6, wenn nicht gar gleich eine 7er Version. Und was hat mein iPad? Natürlich ein schödes, altes 5.1.1 mit dem inzwischen kein Blumentopf mehr zu gewinnen ist.

Die regelmäßigen Abstürze von Webseiten können mich ja kaum noch schrecken. Oder das schnarchlangsame Verhalten, wenn die Apps mal ein paar Tage im Speicher ruhen.

Es wird so ausgehen, das ich den nur noch für ein wenig Homebanking nutzen kann und dann ist Ende Gelände. Noch bevor der fest verklebte Akku schlapp machen wird, ist es eher die Software die das Teil zum Sondermüll degradieren wird.

Aber für teures Geld in die nächste Obsoleszenz investieren? Will ich das? Dann bleibt es halt bei Zeitung aus Papier und für das Sofa langt auch ein viel günstigerer Android Pad.

Schade drum.

Die Angst vor dem Blackout

Die Stromwirtschaft bringt ja immer gerne ihre Schauermärchen vom Deutschland im Dunkeln. Nur ihre Dinosaurier von Kraftwerken, sei es nun Kohle oder Atom, können die Menschheit im Stile von Superman retten. Und bei jedem kleinen Stromausfall wird am Stammtisch schon gewettert auf die erneuerbaren Energien, die Ökostrom-Umlagen und das früher ja alles besser war.

Früher, das war auch der Zeitpunkt an dem die Infrastruktur wie Kabel zum letzten male gewartet, verlegt und repariert wurden. Neuinvestitionen sind gerade nicht en vogue, man baut lieber schöne große Dinosaurier. Die Pflege der Netze ist im Bördenprospekt nicht gut zu vermarkten. Und daher kommen wie beim Ausfall in Bad Nauheim nur ganz leise die Gründe an das Tageslicht:

Als mutmaßliche Ursache waren damals Schäden an überalterten Kabeln ausgemacht worden

Also keine Überlast, kein Schatten auf dem Solarmodul oder ein Wanderfalke im Windrad geschreddert. Ganz einfache Überalterung, die uns in den nächsten Jahren immer mehr treffen wird. Das wird der Zeitpunkt sein, an dem die Stadtwerke zum Schnäppchenpreis die Netze wieder übernehmen werden, erst mal freudig erregt, danach Pleite wie Staatsbetriebe dann immer sind, wenn die Wirtschaft ihre Kosten sozialisiert hat.

Schade drum.

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