Früher war das so leicht, man hat Aussätzige am verfaulten Gesicht und den abgestorbenen Gliedmaßen erkennen können. Auch für den Aussätzigen selbst war dies ein leicht zu bemerkendes Attribut. Eine Lepra-Selbstaukunft war da nicht nötig.

Aber in der modernen IT-Welt darf man sich bei Bestellungen manchmal auch wie ein Aussätziger vorkommen. Da wird am Telefon bei einem großen Versender noch gerne etwas aufgenommen und einen Tag vor dem Liefertermin kommt ein Brief mit der unverschämten Formulierung (im Sinn): von Ihnen wollen wir keine Bestellungen mehr .

Keine Begründung, keine Alternativen, kein nettes Wort.

Wenn es an der Zahlweise läge, man könnte ja von Rechnung auf Nachname wechseln. Wenn die Zieladresse ggf. das Problem ist, auch da könnte ja man mal den Grund nennen. Aber nein. Wir wollen nur Standard-Kunden, der Rest soll sich sein Einkaufsrecht erbitten.

Oder ist die Wunschlieferadresse ranking-technisch verbrannt ? Wenn jemand frisch umzieht, dann hat die neue Adresse halt keine eigene Historie. Aber das ist dem IT-System im Hintergrund egal.

So wirds dann N ix mit dem Versender.

Schade drum.