IT-weblog

All der tägliche Frust und Schweiß der IT-Branche

Fiscus Insolvent?

Da erschreckt man schon beim ersten Überlesen der Meldung bei heise. Aber nicht der echte Staat ist gemeint, sondern die unsägliche IT-Firma, die wohl nun schon seit Jahrzehnten an unfertigen Produkten vor sich her projektiert. So wie jedes Großprojekt hierzulande anscheinend erst mal abstürzen muß, da gibt es ja leider viele negative Beispiele. Es mag wohl daran liegen, daß alle Beteiligten erst mal das Maximum an Funkionen zu einem Minimum an Verstand realisieren wollen. Da merkt man auch, daß die Worte Verstand und Vorstand leider keinen gemeinsamen Ursprung haben.
Schade drum.

1 Kommentar

  1. Tatsächlich hat die „unsägliche“ Firma erst seit 2001 existiert (wie schon im Artikel zu lesen). Davor haben die Bundesländer selbst erheblich längere Zeit in ihrer IT herumgeköchelt, um definitiv nichts Lauffähiges zustande gebracht. Die fiscus GmbH hat immerhin Software für Bußgeld und Strafsachen, Grunderwerbsteuer und Stundung und Erlaß erstellt – deren Funktionsfähigkeit nicht angezweifelt wurde.
    Wenn was schief geht, ist ja auch nie der echte Staat gemeint. Es waren vielmehr die Länder, die die Software-Entwicklung zu einer Echternacher Springprozession gemacht haben. Die fiscus GmbH konnte hier nur „folgen“, denn sie war mitnichten eine unabhängige Firma, sondern gehörte ihren einzigen Kunden (dem Bund und den Ländern) …

    Dort sitzen aber u.a. die IT-Leiter, denen an einer leichter (mit weniger Personen) wartbaren Software nicht gelegen sein kann, weil sie dann mit weniger Untergebenen auch weniger wichtig wären. Zudem ist es den Ländern – ganz inoffiziell – ja nicht wirklich recht, eine bundeseinheitliche Steuersoftware zu haben, denn damit fielen ja „Gestaltungsspielräume“ weg, mit denen sich einzelne Länder von den anderen abzuheben versuchen – dem Grundsatz der Steuergerechtigkeit zum Trotz … So wurde immer wieder auf länderspezifische Sonderlösungen gepocht.

    Wenn man nun noch mit einbezieht, daß gerade Steuerbeamte nichts akzeptieren, das nicht genau 100% aller (inklusive der abstrusesten „Passiert-Alle-10-Jahre-„) Fälle abdeckt, wird klar, warum man nicht zu einem Ende kommen kann.
    fiscus, das war: Ungewollt schwager, aber für eine straffreie Abtreibung einen Tag zu spät. Also mußte man ein paar defekte Gene in die Fruchtwasserprobe reinschmuggeln …
    Herausgekommen ist die derzeitige Desinformationskampagne samt Schließung der Firma, mit der diverse Persönlichkeiten ihr Rückansicht reinzuwaschen versuchen.

    Und obwohl sich nichts geändert hat, gibt es schon ein Nachfolgeprojekt namens … nein, nicht etwa NONSENSE, sondern KONSENS. Und dann schließt sich der Kreis mit der Frage nach dem Verstand…

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