Wenn ein Amerikanisches Gericht mal eben auf britischem Boden seine Macht ausüben möchte und die betroffene Firma auch stolz ist als good corporate citizen mitzuhelfen, dann kann was nicht stimmen.
Gerichte haben nun wirklich nicht mal eben so über die Landesgrenzen zuzugreifen. Für solche Fälle gibt es sicher auch einen schnellen Dienstweg, aber diesmal war niemand informiert worden. Nicht mal das Gericht war bekannt.

Die britischen Behörden wurden von der Beschlagnahme der Festplatte in der Londoner Niederlassung des US-Providers scheinbar nicht eingeschaltet. Der liberale Abgeordnete Richard Allan hat auf seiner Webseite eine entsprechende parlamentarische Anfrage an die britische Regierung angekündigt. In den USA verlangt die Electronic Frontier Foundation Aufklärung über die Vorfälle, bisher ohne Erfolg.

Schade drum.