Die Auflagen sollen mit Inkrafttreten des Gesetzes gelten, was im zweiten Halbjahr 2015 der Fall sein könnte.

Die im Entwurf verlangten Vorkehrungen zur IT-Sicherheit müssten “den Stand der Technik berücksichtigen” und “wirtschaftlich zumutbar” sein. Eine solche Vorkehrung sei “insbesondere die Anwendung eines als sicher anerkannten Verschlüsselungsverfahrens”

Ebenfalls ist offen, ob eine Installation, die nicht dem Stand der Technik entspricht, abgemahnt werden kann.

Für mich klingt das nach:

  • Alle (kommerziellen) Webseiten müssen per default via https verschlüsselt sein
  • Versionsnummern von Anwendungen müssen immer die aktuellste wiederspiegeln
  • Jeder Verstoß wird von Mitbewerbern abgemahnt werden können

Dürfte ein wenig mehr Aufwand machen und einige neue SSL Zertifikate bedeuten.

Schade drum.

Den Gewinner bei der Geschichte Bagger kontra Erdkabel muss ich nicht wirklich nennen. Den Verlierer auch nicht, nämlich mich, den DSL (ex-)Nutzer.

Pünktlich um 08:04 am Freitag (vor 4 Tagen nun) endet die große bunte Welt des Internet, die Möglichkeit zu Hause seinem Job nach zu gehen oder gar zu telefonieren. Aber wir sind ja nicht alleine, es betrifft die halbe Straße, das Kabel war mal mächtig gefüllt mit Adern.

Leider zickt dann die Störungshotline des Providers (den kann man sich denken, wenn man 1 und 1 zusammenzählt). Gefühlt wichtig ist anscheinend die Farbe des Kabels mit dem der AVM Router an der Wanddose steckt. Selbst ein am letzten Abend frisch erworbenes Ersatzgerät (nur um das Kabel zu ergattern) zählt da nicht! Man muss auf die postalische Zustellung des Kabels warten und erst damit wird dann (erneut erfolglos) das Kabel durchgemessen werden. Was ist man auch so ehrlich und erzählt beim ersten von stundenlangen Telefonaten was vom alten Splitter der noch dazwischen geschaltet war.

Könnte man nicht gleich auf die Störung reagieren und die lokalen Techniker mal am Kabel im Verteiler rütteln lassen? Die armen T-Techniker dürfen nur für jedes Adernpaar extra neu ausrücken und fahren immer in die gleiche Straße.

Was lernen wir daraus?:

  1. Lügen was das Zeug hält und den normalen Standfall darstellen, egal wie die eigene Struktur aussieht.
  2. Die Farbe der Kabel ist wichtig, egal was man denkt.
  3. Baldmöglichst kündigen und zurück zum trägen Ex-Monopolisten, der auch nichts besser konnte, dafür aber ein zentraler Anmotzpartner wird

Internet noch vor 2015? Wird knapp.

Schade drum.

Von wegen Datenschutz wird das aber nicht viel bringen. Da kann man noch so national hosten, wenn das eine Firma mit amerikanischer Muttergesellschaft ist, dann wird das in der Realität nichts bringen. Auch wenn Amazon da nun für Deutsche Standards wirbt, wer will das denn bitte glauben?

Ein interner Anruf hinter den Kulissen von Chef zu Chef, eine kleine Weisung auf dem Flur, schon ist mal eben ein Server-Dump auf dem Weg nach USA. Und das wird sicher keiner mit internem Aushang und nachvollziehbaren eMails anordnen.

Schade drum.

Naja, oder so ähnlich. Jedenfalls soll die kommende Windows 9 Version das letzte Windows werden welches veröffentlich wird. Also wird es irgendwie schon eingestellt, zumindest neue Versionen wird es wohl nicht mehr geben.

Da werden die feuchten Träume der Linux-User wahr.

Schön so.

Das wäre doch mal eine tolle Kombination aus blödsinniger Maut in Verbindung mit der Unmöglichkeit Zahlungsströme zu Glückspielanbietern effektiv zu unterbinden. Die Glückspiel-Maut. Natürlich pro Bundesland eigens geregelt. Man ist ja Föderal orientiert. Das Geld kann man dann lieber in Aufklärung und Beratungsstellen stecken. So wird das jedenfalls nichts.

Schade drum.

Da wird also per Gesetz die deutsche IT Infrastruktur sicherer. Tolle Leistung!

Was soll es denn bringen, wenn Firmen jeden ungefährlichen Angriff anonym melden dürfen oder  eher müssen?

Möchte das BSI gerne meine fail2ban Nachrichten in CC bekommen? Kein Problem, ist schnell gemacht für mich. Viel Spaß beim Gegenlesen und prüfen, ob es denn überhaupt ein echter Angriff ist, oder ob man nur die IP des Mitbewerbers mal autmatisiert anschwärzen möchte,

Schade drum.

Einen Artikel im Netz bei einem großen Anbieter schreiben wollen. Eine Verlinkung haben wollen. Ein Gratis übers-Wochenende Geschenk haben wollen. Nicht namentlich genannt werden wollen. Kein Profilfoto von sich haben wollen. Aber ein Impressum haben mit voller Anschrift und natürlich mit Bild.

Wie behämmert muss man denn da sein?

Ist das die Geiz-ist-Geil Generation 2.0? Denken-ist-doohv?

Schade drum.

Den neuen Markt muss man nicht kapieren. Kann man auch nicht. Wie sonst sollte es eine Firma mit gut einer Million Startkapital geben, deren App nur exakt zwei Buchstaben versenden kann und diese sind auch noch fix einprogrammiert?

Manchmal zweifelt man doch etwas am Verstand der Menschheit. Yo!

Schade drum.

Gerade bekam ich auch mal eine von den netten eMails, wenn auch an eine selten genutze eMail Adresse:

Guten Tag,

Am 30.07.2014 wurde von Ihrem PC mit der IP-Addresse 57.188.x.x um 01:52:10 der Film “Machete Kills” gedownloadet. Nach §19a UrhG ist dies ein krimineller Verstoß. Unsere Anwaltskanzlei muss dies ans zuständige Strafgericht eskalieren, außer Sie Zahlen ein außergerichtliches Bußgeld in Höhe von 286.81 Euro an uns.
Die Rechnung “9262.cab” entnehmen Sie dem Anhang.

Hochachtungsvoll,
A. R.
+49 6271 …

Toll, ein .cab Anhang. Nachdem nun endlich keiner mehr auf eine .exe klicken würde, denken sich die Phisher-Chöre einen neuen anhang aus und ich darf das nun wieder allen bekannten, Verwandten und Nachbarn mühevoll erklären.

Schade drum.

Vor Gericht und auf hoher See … kann man da nur denken.

Bloggerin zu einer Geldstrafe verurteilt, weil eine von ihr veröffentlichte negative Restaurantkritik bei Google weit vorne in den Suchergebnissen platziert war

Als ob das irgendjemand steuern könnte – und selbst wenn – wollte. Da man ja gegen google nicht so gut klagen kann, nimmt man halt eine Privatperson und läßt diese rupfen.

Das Restaurant hat sich so jedenfalls eine Menge Streisand-Salz in die Suppe geschüttet.

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